Was ist schwangerschaftsbedingte Depression und Angst?
Schwangerschaftsbedingte Depressionen und Angstzustände treten während der Schwangerschaft oder nach der Geburt auf, auch nach einer Fehlgeburt. Die Symptome können von leicht bis schwer reichen und jederzeit während der Schwangerschaft und bis zu einem Jahr nach der Geburt auftreten.
Jede fünfte Frau leidet unter schwangerschaftsbedingten Depressionen und Angstzuständen. Dies ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation, die jedoch behandelt werden kann. Informieren Sie sich über Anzeichen und Symptome, Risikofaktoren, Behandlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten, wie Sie oder Ihre Angehörigen Hilfe erhalten können.
Wie unterscheidet es sich vom „Babyblues“?
Schwangerschaftsbedingte Depressionen und Angstzustände können anfangs wie der „Babyblues“ aussehen, da sie ähnliche Symptome wie Sorgen, Weinen und Müdigkeit aufweisen. Der Unterschied besteht darin, dass die Gefühle beim „Babyblues“ eher mild sind, ein bis zwei Wochen anhalten und von selbst verschwinden.
Wer kann es bekommen?
Eltern jeder Kultur, jedes Alters, jeder Einkommensschicht und jeder Herkunft können unter schwangerschaftsbedingten Depressionen und Angstzuständen leiden. Am häufigsten sind Frauen betroffen, aber auch Väter, Partner und enge Familienmitglieder können betroffen sein.
Was sind die Anzeichen und Symptome?
Die Symptome können jederzeit während der Schwangerschaft oder im ersten Jahr nach der Geburt auftreten. Sie sind bei jedem anders und können Folgendes umfassen:
- Gefühle von Wut oder Reizbarkeit
- Mangelndes Interesse am Baby
- Appetitlosigkeit und Schlafstörungen
- Weinen und Traurigkeit
- Gefühle von Schuld, Scham oder Hoffnungslosigkeit
- Verlust von Interesse, Freude oder Vergnügen an Dingen, die Ihnen früher Spaß gemacht haben
- Mögliche Gedanken, dem Baby oder sich selbst zu schaden
Was sind die Risikofaktoren?
Jeder Mensch ist individuell von Faktoren betroffen, die das Risiko einer schwangerschaftsbedingten Depression oder Angststörung erhöhen können. Hier sind einige der häufigsten:
- Persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Depressionen/Angstzuständen
- Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD oder PMS)
- Unzureichende Unterstützung bei der Pflege des Babys
- Kinderbetreuungsprobleme und Absicht, wieder in den Beruf zurückzukehren
- Finanzielle Belastung
- Ehe-/Beziehungsstress
- Komplikationen während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit
- Wichtiges Ereignis im Leben der letzten Zeit: Verlust, Umzug, Verlust des Arbeitsplatzes
- Mütter von Mehrlingen
- Mutter von Säuglingen auf der neonatologischen Intensivstation
- Behandlung der Unfruchtbarkeit
- Eine Vorgeschichte von Traumata und/oder Missbrauch
- Ungewollte Schwangerschaft oder eine negative Einstellung zur Schwangerschaft
- Schlafentzug
- Fehlgeburt oder Säuglingsverlust
- Leihmutterschaft/Adoption oder Teenagerschwangerschaft
Wie wird es behandelt?
Behandlung schwangerschaftsbedingter Depressionen und Angstzustände: Integriertes Supportmodell
Idealerweise sollte bei der Behandlung von Frauen mit schwangerschaftsbedingter Depression und Angst ein Teamansatz verfolgt werden, der medizinisches und psychiatrisches Personal, Apotheker, psychologische Dienste und soziale Unterstützungsnetzwerke umfasst.
Nicht-medikamentöse Behandlung: Kognitive Verhaltenstherapien sind die erste Wahl zur Behandlung leichter bis mittelschwerer schwangerschaftsbedingter Depressionen und Angstzustände.
In mittelschweren bis schweren Fällen sollte jedoch eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden.
- Die Behandlung von leichten bis mittelschweren schwangerschaftsbedingten Depressionen und Angstzuständen kann psychologische und Verhaltenstherapien (Einzel- oder Gruppenberatung) umfassen.
- Interpersonelle Psychotherapie (IPT) und
- Partnergestütztes IPT
Zusätzliche Behandlung: Soziale und partnerschaftliche Unterstützung. Zu den Arten der sozialen Unterstützung gehören emotionale, praktische, informative und gleichgesinnte Unterstützung.
Medikamentöse Behandlung: Bei Patienten mit schwereren Symptomen und solchen, die auf eine nicht-pharmakologische Therapie nicht ansprechen, kann eine medikamentöse Therapie angebracht sein.
Wo finde ich Hilfe?
Erfahren Sie mehr über Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen und einen Arzt oder eine Behandlung finden. Sie können sich an die kostenlose und vertrauliche Nationale Hotline für Müttergesundheit online oder telefonisch oder per SMS an 833-TLC-MAMA (833-852-6262). Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Probleme hat oder Selbstmordgedanken hat, rufen Sie an oder schreiben Sie eine SMS an die 988 Selbstmord und Krisen Lifeline unter 988 oder chatten Sie unter https://988lifeline.org/. Rufen Sie in lebensbedrohlichen Situationen 911 an.
Sie können auch die Unterstützung und Betreuung finden, die Sie benötigen, sowohl persönlich als auch online, beispielsweise bei Psychologen, Selbsthilfe- oder Interessengruppen.
